Székesfehérvár

mit ca. 120 000 Einwohnern
Der Bischofspalast:

Székesfehérvár (dt.: Stuhlweißenburg; lat. Alba Regia) ist die älteste ungarische Stadt. In ihrer Nähe liegt ihr römischer Vorfahr - Gorsium, das ungarische Pompeji. Székesfehérvár war die Krönungsstadt und Residenz der ungarischen Könige - beginnend mit Stephan I. dem Heiligen - ungarisch: Szent István. Mit ihm begannen die Ungarn ihre traditionelle Westeuropa-Orientierung! Zweimal wurde die Stadt fast vollständig zerstört: zuerst durch die Türken (1543-1688!) und dann durch den 2. Weltkrieg. Der nach der Wende und zur Mahnung der Lebenden angelegte Soldatenfriedhof "Szent Lélek" (Zum Heiligen Geist) vereint die gefallenen Ungarn, Deutschen und Russen.

Die Stadt hat sich heute zu einer modernen, europäischen Industriestadt entwickelt. Es ist der Stadtverwaltung gelungen, Zweigwerke zahlreicher internationaler Konzerne anzusiedeln (Ford, IBM,Philips) und Dienstleister anzulocken (Metro, Auchan,MacDonald,Novotel, Banken). Mit dem Alba Center ist ein hochmodernes Einkaufszentrum in unmittelbarer Nähe des Stadtzentrums entstanden. Es gab Zeiten, da hatte die Stadt die niedrigste Arbeitslosigkeit des neuen Ungarn. Das beginnt sich nun zu ändern, da die Konzerne im Zuge der sog. Globalisierung nach Osten in "billigere" Länder wieder abwandern.

Székesfehérvár ist für die Gmünder schnell in einer Tagesreise erreichbar. Es liegt zwischen dem Plattensee (Balaton) und Budapest (60 km).

Seit dem 10. September 1989 - dem Tag, an dem der erste Schnitt in den Eisernen Vorhang an der ungarischen Grenze erfolgte - sind wir Deutsche mit den Ungarn in ganz besonderer Weise verbunden, nahm doch die Möglichkeit der Wiedervereinigung von hier ihren Ausgang. Seitdem ist Ungarn für uns mehr als nur ein schönes Reiseland - mit seiner überwältigenden Gastfreundschaft.

Ungarische Lieder (Székesfehérvár)

Magyar Himnusz (Erkel Ferenc 1810-93)

Isten áldd meg amagyart –
Jó kedvel böséggel
Nyújts feléje védö kart,
ha küzd ellenséggel.
Balsors akit régen tép,
hozz reá víg eszten döt,
Megbünhödte már e nép.
A múltat s jövendöt.
Text: Ferenc Kölcsey (1790-1838)

Segne, Herr, mit frohem Mut
Reichlich den Magyaren,
schütz ihn gegen Feindeswut
in des Kampfs Gefahren.
Gönn nach langem Missgeschick
Ihm ein Jahr der Freude.
Hat’s bezahlt, der Zukunft Glück,
mit vergangenem Leide.
Jó estét kivánok (Schönen, guten Abend, die Fehervarer Husaren sind angekommen!)

Jó estét kivánok,
Megjöttek a Fehérvári Huszárok. (Variante: „ a Schwäbisch Gmündi huszárok“)

Jöttök, láttak, gyöttek (?),
Sok kislányt megfüztek(?).

Jó estét kivánok…………